Atme vier Zählzeiten ein und sechs bis acht aus. Der verlängerte Ausatem stimuliert den Vagusnerv, beruhigt Herzschlag und besänftigt Magenflattern. Lege die Hand auf den Bauch und spüre, wie Weite zurückkehrt. Wiederhole fünf Mal. Viele berichten, dass der erste Bissen danach natürlicher klein wird. Wenn Gedanken drängeln, flüstere innerlich „langsam“. Diese simple Atemspur braucht keinen stillen Ort, nur Freundlichkeit. Mit der Zeit verknüpft dein Körper Ausatmen und Essen zu einem Ritual, das Frieden schenkt.
Zähle leise vier ein, halte vier, atme sechs aus. Dieser Rhythmus balanciert CO₂, senkt Anspannung und öffnet die Sinne. Während du zählst, betrachte den Teller, als würdest du ihn zum ersten Mal sehen. Halten ist kein Krampf, sondern eine kleine Welle vor dem ruhigen Zurückfließen. Nach einer Minute verändert sich der Ton im Körper: weicher, präsenter, empfänglicher. So wird Essen weniger Betäubung und mehr Begegnung. Probier es eine Woche lang, besonders vor späten Mahlzeiten.
Schreibe auf einen Zettel drei Worte, die gerade in dir wohnen: müde, gespannt, neugierig, hungrig. Dieses Mini‑Protokoll nimmt Druck heraus, weil das Gesehene weniger schreit. Steck den Zettel unter den Teller oder in die Tasche. Allein das Benennen senkt Impulsivität. Nach dem Essen ergänze drei weitere Worte: satt, dankbar, angenehm, leicht. So entsteht ein kurzer Dialog mit dir selbst, der Muster sichtbar macht und sanft lenkt. Kein Aufwand, große Wirkung über die Tage hinweg.