Sprecht einen einfachen Dreisatz ab: Wir sprechen Ausnahmen vorher an, stellen die Geräte auf Flugmodus und geben ihnen einen festen Platz fern vom Tisch. Legt Ladekabel bereit, damit niemand „nur kurz“ laden muss und dann hängen bleibt. Wer Gäste erwartet, kündigt die Idee freundlich an, etwa auf einer kleinen Karte am Eingang. So entsteht Vorfreude statt Widerstand. Vorbereitung schützt den Moment, weil sie Entscheidungen vom hungrigen Magen in ruhige Minuten verlagert.
Ein gemeinsames Signal, etwa das Klirren zweier Gläser oder das Anzünden einer Kerze, markiert den Übergang: Jetzt gehört unsere Aufmerksamkeit an den Tisch. Legt Besteck zwischendurch bewusst ab, um Tempo zu drosseln. Wenn jemand reflexartig nach dem Handy greift, erinnert ein humorvoller Satz oder ein Handzeichen an die Vereinbarung. Nutzt Fragen, die Tiefe eröffnen, etwa nach dem besten Geruch des Tages. Rituale strukturieren, ohne zu strafen, und halten die Runde freundlich zusammen.
Macht das Handyhotel sichtbar: ein beschriftetes Glas oder eine bunte Schachtel, die den Geräten Schlafenszeit gibt. Lasst Kinder das Schild zeichnen und die Regeln miterfinden. Erklärt, warum Geschmack und Laune besser werden, wenn die Augen frei sind. Für ältere Kinder: ein Experiment mit Stoppuhr und Notizen zu Hunger, Sättigung, Stimmung. Belohnt Teilnahme mit Verantwortung, nicht nur mit Stickern. Selbstwirksamkeit wächst, wenn junge Menschen spüren, dass ihre Ideen ernst genommen werden.
Legt ein klares Zeitfenster fest, zum Beispiel die ersten dreißig Minuten jeder gemeinsamen Mahlzeit. Definiert kurze Notfallausnahmen und nutzt ein Codewort, das respektvoll erinnert. Wer beruflich erreichbar sein muss, parkt ein einziges Gerät außer Sichtweite mit Ton aus und Vibration aus, prüft es aber nach vereinbarter Zeit. Vereinbart wöchentliche Mini-Checks: Was hat gut funktioniert, was nervte, was ändern wir? Wertschätzung für jeden Versuch hält Motivation und Zuneigung spürbar lebendig.